Mich hat als Erstes YPS sehr geprägt. Ich hab es beim Bäcker entdeckt als ich 5 Jahre alt war und war sofort geflasht. Am Anfang konnte ich es mir von meinem Taschengeld nur alle zwei Wochen leisten, was sehr hart war. Insbesondere als ich die Urzeit-Krebse bekommen habe und dann sah, dass es in der Folgewoche das Futter für die Urzeit-Krebse gab habe ich bittere Tränen vergossen. Und was war es für ein Fest, als ich das Heft dann jede Woche kaufen konnte.
1989 habe ich bei Nachbarskindern dann die PowerPlay gesehen (damals noch im Happy Computer Schutzumschlag). Anfang 1990 bin ich dann auf die PowerPlay umgestiegen und habe sie jeden Monat gekauft, bis 1997, wo mich dann die Gamestar geflasht hat. Weil ich eine treue Seele bin war ich bei der PowerPlay geblieben als sie eigentlich schon nicht mehr so der Knaller war und hatte die PC Player vollkommen übersehen. Die ASM hatte ich nebenher immer mal gekauft und gelesen, wenn ich genug Taschengeld übrig hatte oder meine Eltern mal im Urlaub großzügig waren. Die fand ich immer faszinierend bizarr und manchmal hatten sie die Komplettlösungen für Spiele vor der PP (Cadaver!), aber in Sachen Spieletests war die PP für mich unangefochten. Parallel zur späteren PowerPlay und dann Gamestar kaufte ich auch ab und zu die PC Games, aber eher so wie ich die ASM neben der PowerPlay sporadisch gelesen hatte. Tatsächlich interessierte mich an der PC Games vor allem die Demodiskette, die drauf war. Die Syndicate-Demo muss ich 1993 wohl an die 100 Mal gespielt haben, weil es dauerte, bis ich an das Spiel durch einen Geburtstag herankam.
Ein seltsames Intermezzo war auch die PlayTime. Obwohl ich 1991 erst 11 Jahre alt war ist mir damals direkt die seltsam schlechte Qualität ins Auge gefallen. Die ersten Ausgaben waren so billig, dass ich sie neben der PowerPlay vom Taschengeld kaufen konnte. Aber wow, war das schräg. Man hatte die Artikel einfach gnadenlos übersetzt, ohne auf Verständlichkeit für deutsche Leser zu achten. So gab es einen Test zum Spiel zu VIZ. Nicht nur ist VIZ ein Comic, der nur in UK erschien, es ist auch noch eine Parodie auf britische Nachkriegscomics. Und der Test zu dem Spiel wurde einfach 1:1 übersetzt, als wüsste jeder um was es geht, lol. 😛
Andere Zeitschriften gab es auch, so hatte ich mal zwei Jahre ein P.M. Abo. Das wollte ich, weil ich damit den Game Boy als Prämie ins Haus schmuggeln konnte, aber das Heft war dann auch interessant und hat mich durchaus geprägt.
Lustige Taschenbücher habe ich seit meiner frühen Kindheit geliebt (und tue es immer noch), aber die waren vom Preis nicht im Taschengeldbereich, die musste ich mir dann bei passenden Gelegenheiten wünschen oder auf Flohmärkten gebraucht abstauben.